Herbsttage auf dem Frankenweg – sechs Wandertage im Oktober

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Frankenweg · Oktober 2026

Herbsttage auf dem Frankenweg

Unser Weg von Bad Staffelstein nach Weißenohe – mit Regen, Wind, Sonne und fünf bewusst gewählten Übernachtungen.

21.–26. Oktober 2026 · Sechs Etappen · rund 127 Kilometer

Später am Tag fällt Sonnenlicht auf den Weg am Feldrand.
Später am Tag fällt Sonnenlicht auf den Weg am Feldrand.

Am Staffelberg verschwand das Gipfelkreuz im Nebel. Sechs Tage später begleiteten uns helle Wiesen und goldene Bäume im Sonnenlicht. Dazwischen lag unsere Wanderung auf dem Frankenweg: rund 127 Kilometer von Bad Staffelstein bis nach Weißenohe, mit Regen, kräftigem Wind und immer wieder schönen Ausblicken. Burgen und Kirchen auf den Höhen, Waldwege, Felsen und Höhlen machten den Weg abwechslungsreich. Und dann waren da noch die kleinen Begegnungen unterwegs, die sich nicht planen lassen.

Unsere Übernachtungsorte hatten wir bewusst für die einzelnen Etappen ausgewählt. Von Scheßlitz ging es über Heiligenstadt und Muggendorf nach Pottenstein und Egloffstein. Hier erzähle ich von unseren Wandertagen und den Häusern, in denen wir unterwegs übernachtet haben.

Tag 1 – Regen, Nebel und der erste Wandertag

21. Oktober 2026 · Bad Staffelstein → Scheßlitz

21,9 km · 680 m Aufstieg

Los ging es in Bad Staffelstein – bei Regen und Nebel. Von einer weiten Aussicht war am Staffelberg erst einmal wenig zu sehen. Das Gipfelkreuz stand im Grau, die Felsen verschwanden im Dunst. Dafür hatten wir die Natur fast ganz für uns allein. Mit diesem stillen, nebligen Auftakt begann unser erster Tag auf dem Frankenweg.

Wenn der Blick nicht weit reicht, schaut man eben genauer hin. Unterwegs begegneten uns Schafe auf einer nebligen Weide. Auf einem bemoosten Stein saß ein schwarz-gelber Feuersalamander – ein kleiner Farbtupfer mitten im Grau. Solche Begegnungen gehören für mich zum Wandern dazu. Später führte uns der Weg zwischen hohen, geraden Baumstämmen hindurch. Unter den Füßen lag Herbstlaub, die Baumwipfel verschwanden im Dunst. Auch ohne Fernsicht hatte dieser erste Tag seinen eigenen Reiz.

Nach gut 21 Kilometern kamen wir in Scheßlitz an. Die erste Etappe war geschafft. Für unsere erste Nacht hatten wir die Schmitt-Bräu gewählt – eines der Häuser, die wir bewusst in unsere Etappenplanung einbezogen hatten.

Gemeinsam am Gipfelkreuz: Der Nebel prägt unseren ersten Wandertag.
Gemeinsam am Gipfelkreuz: Der Nebel prägt unseren ersten Wandertag.
Ein Feuersalamander auf bemoostem Stein.
Ein Feuersalamander auf bemoostem Stein.
Felsiger Vordergrund, dahinter fast nur Grau – der Blick vom Staffelberg.
Felsiger Vordergrund, dahinter fast nur Grau – der Blick vom Staffelberg.
Ein schmaler Pfad zwischen herbstlichen Bäumen.
Ein schmaler Pfad zwischen herbstlichen Bäumen.
Fassade von Schmitt-Bräu in Scheßlitz
Schmitt-Bräu in Scheßlitz – unsere Unterkunft auf dem Frankenweg.
Unsere Übernachtung

Schmitt-Bräu · Scheßlitz

Nach unserer ersten Etappe übernachteten wir bei der Schmitt-Bräu in Scheßlitz. Von hier starteten wir am nächsten Tag in Richtung Heiligenstadt.

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Tag 2 – Endlich Sonne – und ordentlich Wind um die Nase

22. Oktober 2026 · Scheßlitz → Heiligenstadt in Oberfranken

23,8 km · 670 m Aufstieg

Heute ging es ohne Regen los, und auch die Sonne zeigte sich immer wieder. Das war nach dem nebligen Auftakt ein ganz anderer Anblick: Plötzlich konnten wir weit über Felder, Dörfer und bewaldete Höhen schauen. Nur der Wind blies uns kräftig um die Nase.

Mit der Giechburg und der Wallfahrtskirche Gügel lagen zwei markante Bauwerke auf unserem Weg. Im Burghof standen die alten Mauern um uns herum, draußen öffnete sich wieder der Blick über die Höhen. Wenig später ging es hinein in den Wald. Zwischen gelben und noch grünen Bäumen zog sich der Weg hindurch; unterwegs kamen wir auch an einem großen hölzernen Wasserrad vorbei. Alte Mauern, offene Landschaft und goldene Waldwege – diese Abwechslung gefiel uns richtig gut. Dazu war der Frankenweg sehr gut ausgeschildert.

Nach knapp 24 Kilometern erreichten wir Heiligenstadt in Oberfranken. Am Marktplatz wartete unser nächstes Etappenziel: der Heiligenstadter Hof. Zwei Wandertage lagen hinter uns, und am nächsten Morgen sollte es weiter ins Wiesenttal gehen.

Nach dem nebligen Auftakt öffnet sich am zweiten Tag der Blick ins Land.
Nach dem nebligen Auftakt öffnet sich am zweiten Tag der Blick ins Land.
Die Wallfahrtskirche Gügel im Raum Scheßlitz.
Die Wallfahrtskirche Gügel im Raum Scheßlitz.
Im Innenhof der Giechburg.
Im Innenhof der Giechburg.
Ein großes hölzernes Wasserrad am Weg.
Ein großes hölzernes Wasserrad am Weg.
Fassade von Heiligenstadter Hof in Heiligenstadt
Heiligenstadter Hof in Heiligenstadt – unsere Unterkunft auf dem Frankenweg.
Unsere Übernachtung

Heiligenstadter Hof · Heiligenstadt

In Heiligenstadt übernachteten wir im Heiligenstadter Hof am Marktplatz. Am nächsten Morgen führte uns der Frankenweg weiter ins Wiesenttal.

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Tag 3 – Erst Regen, dann Sonne – und zwischendurch unter die Erde

23. Oktober 2026 · Heiligenstadt → Muggendorf im Wiesenttal

23,6 km · 550 m Aufstieg

Von Heiligenstadt aus starteten wir wieder im Regen. Im Laufe des Tages besserte sich das Wetter aber, und die Sonne kam heraus. Zwischen den Herbstbäumen tauchten helle Felswände auf. Von oben sahen wir Häuser unten im Tal, Felder und bewaldete Höhen bis zum Horizont. Nach dem verregneten Start konnten wir diese weiten Blicke umso mehr genießen.

An diesem Tag ging es sogar unter die Erde: Wir besuchten eine Tropfsteinhöhle. Eben noch der weite Blick über die Landschaft, dann die dicht gedrängten Formen an Decke und Wänden – ein schöner Gegensatz zu den offenen Höhen. Wieder draußen führten uns die Wege an hellen Felstürmen vorbei. Später fiel Sonnenlicht auf den Waldweg und den offenen Feldrand. Der Regen vom Morgen war für diesen Tag nicht das letzte Wort geblieben.

Am Ende kamen wir in Muggendorf an. Für diese Nacht war das Hotel Sternla unsere Unterkunft. Morgen ging es von hier weiter nach Pottenstein.

Blick von den Felsen über das Tal im Raum Streitberg.
Blick von den Felsen über das Tal im Raum Streitberg.
Helle Felstürme über dem herbstlichen Wald.
Helle Felstürme über dem herbstlichen Wald.
Unter der Erde: beleuchtete Tropfsteinformationen.
Unter der Erde: beleuchtete Tropfsteinformationen.
Später am Tag fällt Sonnenlicht auf den Weg am Feldrand.
Später am Tag fällt Sonnenlicht auf den Weg am Feldrand.
Fassade von Hotel Sternla in Muggendorf
Hotel Sternla in Muggendorf – unsere Unterkunft auf dem Frankenweg.
Unsere Übernachtung

Hotel Sternla · Muggendorf

In Muggendorf übernachteten wir im Hotel Sternla, das zum Goldner Stern gehört. Drei Etappen lagen hinter uns, und die nächste führte nach Pottenstein.

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Tag 4 – Stürmisch los, durch die Felsenwelt bis nach Pottenstein

24. Oktober 2026 · Muggendorf → Pottenstein

21,0 km · 890 m Aufstieg

In Muggendorf starteten wir stürmisch. Später ging das Wetter in Regen über, und zum Schluss begleitete uns tatsächlich wieder die Sonne bis nach Pottenstein. Dieser Tag hatte mit seinen vielen Anstiegen einiges zu bieten – landschaftlich kann ich die Strecke aber wirklich empfehlen.

Was die Natur hier geschaffen hat, ist schon beeindruckend. Aus dunklen Felsöffnungen schauten wir hinaus in den Herbstwald. An der Höhlenruine Riesenburg standen dann gewaltige Bögen über uns, wie große natürliche Fenster. Durch die Öffnungen fiel Tageslicht, oben wuchsen Bäume, unten führten Stufen und Geländer durch die Felsen. Solche Orte machen die Fränkische Schweiz für mich besonders. Danach ging es wieder hinaus zu Ausblicken über die bewaldeten Hänge, die in ganz unterschiedlichen Herbstfarben leuchteten.

Nach rund 21 Kilometern erreichten wir Pottenstein bei freundlicherem Wetter. Zwischen den Häusern und den Felsen zeigte sich wieder blauer Himmel. Unsere vierte Übernachtung war im Hotel Schwan – das Tagesziel war erreicht.

Vom dunklen Felsraum hinaus in den Herbstwald.
Vom dunklen Felsraum hinaus in den Herbstwald.
Herbstfarben über dem bewaldeten Tal.
Herbstfarben über dem bewaldeten Tal.
Gewaltige Felsbögen in der Höhlenruine Riesenburg.
Gewaltige Felsbögen in der Höhlenruine Riesenburg.
Gemeinsam unterwegs zwischen den Aussichtspunkten.
Gemeinsam unterwegs zwischen den Aussichtspunkten.
Nachmittagsblick über Häuser und Tal im Raum Pottenstein.
Nachmittagsblick über Häuser und Tal im Raum Pottenstein.
Fassade von Hotel Schwan in Pottenstein
Hotel Schwan in Pottenstein – unsere Unterkunft auf dem Frankenweg.
Unsere Übernachtung

Hotel Schwan · Pottenstein

In Pottenstein war das Hotel Schwan unsere Unterkunft für die Nacht. Damit endete unsere vierte Etappe, bevor es am nächsten Tag weiter nach Egloffstein ging.

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Tag 5 – Die längste Etappe – und Dauerregen

25. Oktober 2026 · Pottenstein → Egloffstein

24,5 km · 810 m Aufstieg

Von Pottenstein nach Egloffstein wartete die längste Strecke unserer Tour auf uns. Und dann das Wetter: Dauerregen. Mal mehr, mal weniger, dazu erst weniger Wind und dann wieder stürmische Abschnitte. Von allem etwas – nur keine Sonne.

Trotzdem war es schön. Die Kapuzen waren oben, die Rucksäcke auf dem Rücken, und weiter ging es durch den Wald. Mal führte uns ein schmaler Pfad zwischen gelbgrünen Bäumen hindurch, mal lag ein breiter, laubbedeckter Weg vor uns. Unter einem hölzernen Unterstand begegneten uns Ziegen. Erst eine, dann eine ganze Gruppe, dicht beieinander unter ihrem Dach. Zwischen den Waldwegen und hohen Felswänden war das wieder eine dieser kleinen Begegnungen, die einem in Erinnerung bleiben.

Nach 24,5 Kilometern kamen wir in Egloffstein an. Dort übernachteten wir in der Pension Mühle. Der nasse Tag gehörte genauso zu unserer Wanderung wie die sonnigen Abschnitte. Und wie ich schon bei Komoot geschrieben habe: Bei schönem Wetter kann jeder!

Mit Kapuzen und Rucksäcken auf dem Waldweg.
Mit Kapuzen und Rucksäcken auf dem Waldweg.
Eine Gruppe Ziegen unter einem Unterstand.
Eine Gruppe Ziegen unter einem Unterstand.
Herbstlaub bedeckt den breiten Weg zwischen den Bäumen.
Herbstlaub bedeckt den breiten Weg zwischen den Bäumen.
Wieder zwischen hohen Felswänden unterwegs.
Wieder zwischen hohen Felswänden unterwegs.
Fassade von Pension Mühle in Egloffstein
Pension Mühle in Egloffstein – unsere Unterkunft auf dem Frankenweg.
Unsere Übernachtung

Pension Mühle · Egloffstein

Die letzte Nacht unserer Etappenwanderung verbrachten wir in der Pension Mühle in Egloffstein. Von hier lag nur noch die letzte Etappe nach Weißenohe vor uns.

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Tag 6 – Zum Abschluss noch einmal Sonne tanken

26. Oktober 2026 · Egloffstein → Weißenohe

12,2 km · 320 m Aufstieg

Letzter Tag unserer kleinen Etappentour auf dem Frankenweg. Von Egloffstein ging es nach Weißenohe, diesmal auf einer deutlich kürzeren Strecke. Und das Wetter meinte es zum Abschluss noch einmal gut mit uns: Es wurde sonnig.

Wir konnten noch einmal Sonne tanken. Hinter uns lagen die nassen Etappen, vor uns Wiesen, gelbe Waldränder und Wege, auf denen sich Licht und Schatten abwechselten. Zwischen den Bäumen stand ein Rastplatz mit Tisch und Bänken; wenig später öffnete sich die Landschaft wieder. Vom kräftigen Grün der Wiesen bis zum leuchtenden Gelb der Baumkronen zeigte sich der Herbst noch einmal von seiner freundlichen Seite. Nach dem Regen und Nebel war das ein schöner Abschluss: gemeinsam draußen sein und die Landschaft genießen.

In Weißenohe endete unsere letzte Etappe. Von dort ging es mit der Bahn zurück. Sechs Tage waren wir unterwegs gewesen, von Bad Staffelstein bis hierher – mit ganz unterschiedlichem Wetter, vielen Felsen und Waldwegen und unseren fünf Übernachtungen dazwischen.

Gemeinsam vor der offenen Landschaft am letzten Wandertag.
Gemeinsam vor der offenen Landschaft am letzten Wandertag.
Wiesen, Waldränder und helle Abschnitte am Himmel.
Wiesen, Waldränder und helle Abschnitte am Himmel.
Ein Rastplatz zwischen herbstlichen Bäumen.
Ein Rastplatz zwischen herbstlichen Bäumen.
Sonnenlicht auf dem Waldweg am letzten Wandertag.
Sonnenlicht auf dem Waldweg am letzten Wandertag.

Unser Fazit

Wir können den Frankenweg auf jeden Fall empfehlen. Kennengelernt haben wir zwar nur einen Abschnitt, aber der hatte viel zu bieten: abwechslungsreiche Landschaften, beeindruckende Felsen, Höhlen und gut ausgeschilderte Wege. Das Wetter hat uns nicht nur verwöhnt – schön war es trotzdem.

Was von diesen sechs Tagen bleibt, sind die gemeinsamen Wege, die kleinen Begegnungen und der Wechsel zwischen Nebel, Regen und sonnigen Herbstlandschaften. Für uns gehören auch die Übernachtungen in den einzelnen Orten dazu. So wurde aus sechs Etappen eine zusammenhängende Reise.

Unsere fünf Übernachtungen

Diese Unterkünfte haben wir auf unserer Wanderung genutzt. Die Links führen direkt zu den offiziellen Webseiten der Häuser.

Unsere Etappen bei Komoot

Die vollständigen Aufzeichnungen und meine ursprünglichen Tagesnotizen findet Ihr in unserer Komoot-Collection „Unterwegs auf dem Frankenweg“. Die Kilometer- und Aufstiegsangaben oben stammen aus den jeweiligen aufgezeichneten Touren.

Weitere Informationen zu Giechburg und Gügel sowie zur Höhlenruine Riesenburg.

Zur Orientierung

Hier waren wir unterwegs

Die Markierung liegt bei Heiligenstadt in unserer Frankenweg-Region in Oberfranken, im Norden Bayerns. Unsere Etappen führen von Bad Staffelstein über Scheßlitz, Heiligenstadt, Muggendorf, Pottenstein und Egloffstein nach Weißenohe. Die Markierung dient der Orientierung und ist kein aufgezeichneter Routenverlauf.

Kartengrundlage: © OpenStreetMap-Mitwirkende · Regionsübersicht, keine Wanderroute. Karte größer öffnen

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